#histocamp 2016

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histocampEs geht los | CC BY-NC-SA 2.0

Nach erfolgreicher Erstauflage im letzten Jahr, gab es auch 2016 wieder ein histocamp. Meine Anreise war dieses Mal länger als 2015, als ich mich nur 20 Minuten in die Stadtbahn setzen musste. Aber da die Bonnerinnen und Bonner auch in diesem Jahr gut beim Geschichtsbarcamp vertreten waren und Mainz von Bonn aus ziemlich gut zu erreichen ist, war die Anreise auch in diesem Jahr kein Abenteuer.

Dadurch, dass ich ganz gut in die Öffentlichkeitsarbeit vom histocamp eingebunden war, wuselte ich den ganzen Freitag und Samstag beschäftigt im Mainzer Rathaus rum und hatte für Gespräche nicht so recht Zeit (und auch, wenn man das vielleicht nicht glauben mag, ich kann außerordentlich schüchtern sein, was „Menschen, die ich nur aus dem Internet kenne“-ansprechen anbelangt).

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Masterarbeit: PDF

Eigentlich. Eigentlich wollte ich das alles wunderschön aufbereiten, aber es gibt hier ja Leute, die meinen, niemand würde meine Häppchenveröffentlichungen lesen und ich solle doch einfach das PDF hochladen. Also bereite ich es nicht auf, setze keine Direktlinks zu den jeweiligen Artikeln der NS Frauen-Warte auf der Seite der Universitätsbibliothek Heidelberg als Service für meine Leser*innen. Das geschieht weiterhin in den einzelnen Blogbeiträgen, denn auch wenn das keiner liest, vielleicht hilft es ja irgendjemandem, der aus Versehen mal per Google-Suche hier landet. Außerdem muss ich das dann nur häppchenweise beim jeweiligen Blogbeitrag machen. Für alle, die dringend das ganze PDF brauchen ;), bitteschön:

[pdf-embedder url=“https://charlottejahnz.de/wp-content/uploads/2016/05/Masterarbeit_online.pdf“]

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PS: Klaus Graf hatte angemerkt, dass es keine Fotos gibt. Natürlich habe ich mittlerweile einen riesigen Fundus an Fotos von Artikeln aus der Frau von heute und auch der Constanze. Mein Problem ist allerdings: die Autoren können rein rechnerisch noch nicht 70 Jahre tot sein. Ob irgendwer noch Rechte an der Frau von heute hält, weiß ich nicht, bei der Constanze dürften sie aber sicher bei Gruner & Jahr liegen. Im Rahmen eines Bildzitats dürfte das mit Sicherheit kein Problem sein, aber bei der reinen Bebilderung bin ich mir etwas unsicher, vielleicht kann ja hier jemand in den Kommentaren mal seine juristische Einschätzung schildern (natürlich nicht als Rechtsberatung).

I.2 Auswahl der Zeitschriften und Methodik

[Inhaltsverzeichnis]

Um für große Teile der weiblichen Bevölkerung der jeweiligen deutschen Staaten repräsentative Vorstellungen von Geschlechterrollen beschreiben zu können, wurden für diese Arbeit Frauenzeitschriften ausgewählt, die ein möglichst großes Publikum erreichten. Die NS Frauen-Warte hatte zu Kriegsbeginn 1939 eine Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren, die erste Ausgabe der Frau von heute erschien 1946 in einer Auflage von 300.000 Heften und auch die Constanze erreichte mit fast 500.000 Exemplaren im Jahr 1953[1] ein breites Publikum und war damit die auflagenstärkste westdeutsche Frauenzeitschrift dieser Zeit.

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I.1 Geschlechterrollen in Diktatur und Demokratie

[Das Inhaltsverzeichnis der Arbeit mit allen Texten (werden nach und nach ergänzt) findet sich hier]

Diese Arbeit fragt danach, ob sich die geschlechtsspezifisch definierten Rollen deutscher Frauen zwischen 1941 und 1955 verändert haben. Dazu werden die Frauenzeitschriften NS Frauen-Warte, Die Frau von heute und Constanze zu den Themen Frauenerwerbstätigkeit und Liebesbeziehungen analysiert. Konkreter wird folgenden Fragen nachgegangen: Wie konstruierten diese Zeitschriften Rollenbilder, wie vermittelten sie diese ihren Leserinnen? Lassen sich in den beiden Zeitschriften der Nachkriegsjahre Bezüge und damit auch Kontinuitäten zum Rollenbild der nationalsozialistischen Frauenzeitschrift festmachen? Bedingten sich das Rollenbild der berufstätigen Frau und jenes der Frau in einer heterosexuellen Liebesbeziehung in den Zeitschriften gegenseitig? Ist ein Wandel der Frauenbilder in Zeitschriften auszumachen – sowohl diachron als auch in den unterschiedlichen Staatsformen Diktatur und Demokratie? Zudem soll untersucht werden, ob sich das Frauenbild in der Zeitschrift, die in einer Demokratie erschien, innerhalb des freien Marktes der Zeitschriften aus einer rechtlich freien Gesellschaft entwickelte und ob das Frauenbild der Zeitschriften in den beiden Diktaturen als vom Staat oktroyiert beschrieben werden kann.

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Masterarbeit I: Einleitung

Ich hatte ja etwas versprochen und da ich in nicht allzu ferner Zukunft mit Moritz zur MA podcasten werde, gibt es heute schon mal die Einleitung (bei der die Quelle mir einen wunderbaren Scherz erlaubte). Ich überlege, ob ich die Masterarbeit unterkapitelweise veröffentliche oder direkt in einem Rutsch als PDF. Vermutlich mache ich einfach beides, aber jetzt erstmal I.1…

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MA-Wasserstandsmeldung 3: Done

Ursprünglich war der Plan, die Masterarbeit hier im Blog zu begleiten. Dieses Vorhaben kann man mehr oder weniger als gescheitert betrachten, denn: die Masterarbeit wurde am 24. Februar eingereicht, ist mittlerweile benotet und zwar so, dass ich sie – nach Bereinigung aller Typos, die mir natürlich erst im Nachhinein auffielen, vgl.:

– hier hochladen werde, es gibt ja anscheinend Leute, die sie interessiert.

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Gemeinfreitag (1): Was jede Frau vom Wahlrecht wissen muß!

In drei Bundesländern wird in diesem März gewählt. Dass Frauen ihre Stimmen abgeben dürfen, ist mittlerweile nichts Besonderes mehr. Dabei ist es noch keine hundert Jahre her, dass Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen durften. Darum geht es in meinem ersten Gemeinfreitags-Beitrag. Die von Moritz Hoffmann initiierte Reihe „Gemeinfreitag“ stellt jede Woche ein Fundstück aus der Public Domain vor.

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Der 8. Mai

Der 8. Mai 1945 war nicht der 11. November 1918. Abgesehen von den offensichtlichen Unterschieden im Datum unterscheiden sich die beiden Kriegsenden auch sonst. Der Erste Weltkrieg endete für das Deutsche Reich zwar auch mit einer Kapitulation, aber diese fand statt ohne dass das gesamte Deutsche Reich Schauplatz des Ersten Weltkriegs geworden war. Das sah 1945 anders aus. Und das ist vielleicht der Grund, warum der 8. Mai zwar ein wichtiger politischer Gedenktag wurde, aber weshalb er im individuellen Gedenken keinen Platz gefunden haben könnte. Als erste deutsche Stadt war Aachen bereits im Oktober 1944 besetzt worden, das linksrheinische Köln am 6. März 1945. Bis zum 8. Mai erlebten die Deutschen also individuell andere Daten als Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Zivilbevölkerung mag der 8. Mai vielleicht nur als das „endgültige Kriegsende“ vorgekommen sein.

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O tempora, o Masterarbeit

Wie beginnt man einen Text zu einer Masterarbeit? Vielleicht so: Im Zuge dieses Buches für das ich mich mit Frauen in Deutschland im Zweiten Weltkrieg beschäftigte, kam ich von der Idee ab, meine Masterarbeit über das Frauenstudium im Ersten Weltkrieg zu schreiben. Vor allem, weil meine Hauptquelle mich etwas enttäuscht hatte und ich keinen richtigen Zugang fand, der sich in irgendeiner Weise groß von der Dissertation „Auf fremdem Terrain. Studien- und Alltagserfahrungen von Studentinnen 1900 – 1918.“ von Marianne Koerner unterschieden hätte.

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