MA-Wasserstandsmeldung 3: Done

Ursprünglich war der Plan, die Masterarbeit hier im Blog zu begleiten. Dieses Vorhaben kann man mehr oder weniger als gescheitert betrachten, denn: die Masterarbeit wurde am 24. Februar eingereicht, ist mittlerweile benotet und zwar so, dass ich sie – nach Bereinigung aller Typos, die mir natürlich erst im Nachhinein auffielen, vgl.:

– hier hochladen werde, es gibt ja anscheinend Leute, die sie interessiert.

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum die Masterarbeit nicht in dem Umfang hier begleitet wurde wie ich mir das am Anfang gedacht hatte.

1. What about the Prüfungsordnung?
Meine Prüfungsordnung kennt weder Blogs, noch das Internet, aber Plagiatssoftware. Plagiatssoftware in Kombination mit der abzugebenden Erklärung “Ich versichere hiermit, dass die Masterarbeit […] noch an keiner anderen Hochschule zur Prüfung vorgelegen hat und dass sie weder ganz noch in Auszügen veröffentlicht worden ist” ist dann doch etwas heikel. Natürlich hätte ich zu Randthemen bloggen können, die es nicht in die Masterarbeit schafften (zum Beispiel der Umgang mit der NS-Vergangenheit in meinen beiden Nachkriegszeitschriften), aber…

2. Zeit
Das Lieblingsargument aller Wissenschaftler*innen, die nicht bloggen möchten. Bei mir liegt es eher an meinem modus operandi, wenn ich Arbeiten schreibe. Ich brauche Deadlines, sonst fange ich gar nicht erst an. Die Idee, mit dem Schreiben der Masterarbeit bereits zu beginnen, wenn sie noch gar nicht angemeldet ist, leuchtet mir in der Theorie ein, praktisch kriege ich mich dadurch aber kaum motiviert. Ein weiteres Problem beim Thema “Motivation und Zeit”: nachdem man 8 Stunden in der ULB saß, ist die Motivation zu einem Blogbeitrag über das, was man die letzten 8 Stunden so getan hat, eher nicht mehr so hoch.

3. Impostor Syndrome
In meinem Twitteraccount finden sich viele, viele Tweets darüber, dass ich ja nur Mist schreiben würde. Mir wurde mehrfach versichert, dass das nicht stimme, aber als MA-Studentin zu bloggen jagt mir immer noch ein wenig Schrecken ein (es gibt doch so viele Menschen, die viel mehr Bücher gelesen haben als ich und sehr schnell herausfinden werden, dass ich nur eine schlimme Blenderin bin). Gegen so etwas hilft übrigens der Besuch von Konferenzen und Menschen mit höheren Bildungsabschlüssen, die einem beständig sagen, dass man dem Impostor Syndrome aufsitzt (Danke an euch).

Aber: Eigentlich sind das ja gar keine Argumente gegen eine Veröffentlichung meines Materials. Und eigentlich könnte ich das Kapitel, das es nicht in die Arbeit geschafft hat (Sprengung der Höchstseitenzahl garantiert), ja auch noch schreiben. Daher demnächst hier: Hinter den Kulissen meiner Masterarbeit.

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